

Ein Maschinenbauer aus dem Schwarzwald. 800 Mitarbeiter, Hidden Champion. Anfang 2025 beschließt die Geschäftsführung: Wir machen jetzt KI.
Sechs Monate später: Ein Pilotprojekt, das kaum jemand nutzt. Eine IT mit 47 offenen Anfragen. Eine Belegschaft, die nach der Schulung genauso arbeitet wie vorher.
Kein Einzelfall. Laut Deloitte haben 68 Prozent der Unternehmen weniger als ein Drittel ihrer KI-Experimente erfolgreich in die Produktion überführt. Bei Leaders of AI schulen wir Führungskräfte aus Unternehmen aller Größen und hören dabei immer wieder von denselben fünf Fehlern.
In jedem Strategiemeeting steht sie im Raum: die ROI-Frage. Verständlich. Investitionen müssen sich rechnen. Doch genau hier liegt das Problem.
ROI ist nicht unmessbar. Aber er wird zu früh und zu eng gemessen. Wie beziffert man nach sechs Monaten eine 10 Prozent bessere Entscheidungsqualität?
Noch problematischer: Der ROI-Fokus verengt den Blick auf Effizienz. „Wir sparen fünf Stunden pro Woche." Schön. Aber reicht das, um in einem Verdrängungsmarkt zu bestehen?
Die Lösung: Die richtige Frage ist nicht „Wie sparen wir fünf Stunden?" Sondern: „Wie schaffen wir echten Mehrwert für unsere Kunden?" Das ist Value Creation statt ROI-Jagd. Unternehmen, die KI nutzen, um Marktanteile zu gewinnen, werden die Gewinner sein. Die anderen optimieren ihre Buchhaltung, während der Wettbewerb vorbeizieht.
Beim Maschinenbauer? Nach sechs Monaten fragte die Geschäftsführung nach dem ROI. Antwort: Schulterzucken. Was sie übersahen: Drei Mitarbeiter beantworteten Kundenanfragen 40 Prozent schneller. Der eigentliche Wert. Nur hatte ihn niemand erhoben.
Viele Geschäftsführer behandeln KI wie ein IT-Projekt. Sie delegieren an die Fachabteilung und erwarten Ergebnisse. Das funktioniert nicht.
KI-Transformation ist kein Technologieprojekt. Es ist ein Kulturprojekt. Und Kultur wird von oben geprägt. Wenn die Führungsebene KI nicht selbst nutzt, warum sollte es die Belegschaft tun? Laut IW Köln setzen nur 17 Prozent der Industrieunternehmen KI strategisch ein.
Die Lösung: Führungskräfte müssen selbst mit KI arbeiten. Im Tagesgeschäft, nicht als Spielerei. Marktanalysen erstellen, Meeting-Protokolle generieren. Nicht delegieren. Selbst machen.
Beim Maschinenbauer? Der Geschäftsführer delegierte an den IT-Leiter. Kompetent, aber ohne Budget oder Mandat. Erst als er selbst KI für Vorstandsberichte nutzte, änderte sich die Dynamik.

„Copilot ist doch intuitiv, das erklärt sich von selbst." Oder: „Eine kurze Einführung für alle, dann passt das schon."
Spoiler: Passt es nicht. KI verändert, wie wir denken, entscheiden und arbeiten. Das Gießkannen-Prinzip erzeugt bestenfalls kurze Neugier. Nach zwei Wochen ist der Alltag zurück.
Die Lösung: Erfolgreiche Unternehmen setzen auf drei Schulungsebenen: Grundkompetenz für alle Mitarbeiter, Anwendungskompetenz für operative Umsetzer und Transformationskompetenz für Führungskräfte. Jede Ebene braucht eigene Inhalte, eigene Tiefe, eigene Ziele.
Beim Maschinenbauer? Nach der Schulung experimentierten einige mit ChatGPT. Zwei Wochen später: ab und zu eine E-Mail, mehr nicht. Der Sprung von „ganz witzig" zu „echte Wertschöpfung" schaffte niemand allein.
Erinnert ihr euch an die Task Force? Fünf Experten, die das Thema KI „lösen" sollten. Klingt vernünftig. Ist ein Trugschluss.
Was passiert? Die Experten entwickeln Lösungen in ihrem Silo. Der Rest wartet ab. „Das machen ja die anderen." Keine Bewegung, keine kritische Masse.
Die Lösung: Löst die Task Force auf. Macht stattdessen jede Führungskraft zum KI-Champion ihrer Abteilung. Schafft Formate für den Austausch: Townhalls, Hackathons, regelmäßige Jour Fixes. Schwarmintelligenz statt Elfenbeinturm.
Die Task Force des Maschinenbauers? Nach sechs Monaten: ein beeindruckendes Konzeptpapier. Nur wusste niemand davon. Das Konzept verschwand in der Schublade.
In vielen Unternehmen läuft jede KI-Initiative über die IT. Jeder Use Case braucht ein Ticket, jede Integration eine Freigabe. Das Ergebnis: Stillstand.
Dabei ist moderne KI-Entwicklung oft einfacher als klassische Softwareentwicklung. Low-Code-Plattformen ermöglichen es Fachabteilungen, eigene Assistenten zu bauen.
Die Lösung: Die IT wird zum Enabler, nicht zum Gatekeeper. Klare Richtlinien für Datenschutz und Compliance, freigegebene Tools und dann Freiraum für die Fachabteilungen.
Beim Maschinenbauer: 47 offene IT-Anfragen, acht Wochen Wartezeit. Motivation in den Fachabteilungen: null. Erst ein Self-Service-Bereich mit freigegebenen Tools brachte Bewegung.

Unser Maschinenbauer aus dem Schwarzwald hat alle fünf Fehler gemacht.
Das Muster? Keiner dieser Fehler hat etwas mit Technologie zu tun. KI-Transformation scheitert nicht an ChatGPT, Copilot oder Claude. Sie scheitert an Denkweisen, Strukturen und falschen Prioritäten.
Die gute Nachricht: Alle fünf Fehler sind vermeidbar. Die Technologie ist längst da. Die Frage ist nur, ob eure Organisation bereit ist, sie richtig zu nutzen.
Unser Rat: Fangt bei Fehler 2 an. Schult eure Führungskräfte zuerst. Nicht in Prompting, sondern in echter KI-Anwendung. Wenn sie vorangehen, zieht der Rest nach.
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Die fünf Fehler, die wir beschrieben haben, adressieren wir systematisch in unseren Programmen. Je nachdem, wo du stehst, gibt es den passenden Einstieg:
Für Führungskräfte und Entscheider: Master Business with AI (MBAI)
Du lernst, die KI-Transformation strategisch zu führen, Teams aus Menschen und KI zu orchestrieren und KI vom Effizienz-Tool zum Hebel für deine unternehmerische Vision zu machen.
Für operative Umsetzer: AI Integration Expert (AIIE)
Du wirst zum zentralen KI-Experten im Unternehmen. Du lernst, alltägliche Bottlenecks in robuste KI-Prozesse zu übersetzen und die Systeme der Zukunft zu bauen.
Für alle Mitarbeiter: AI Survival Program
Der KI-Führerschein für deine Fachrolle. Du verstehst die Grundprinzipien von KI, nutzt relevante Tools zur Verbesserung deiner Arbeit und nimmst souverän an Diskussionen über neue Prozesse teil.
Mehr als 2.500 Führungskräfte haben unsere Programme bereits durchlaufen. Finde in 2 Minuten heraus, welches zu dir passt.
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Hansi
KI-Copywriter im Team von 'Leaders ofAI'